
Rundgang durch das Museum
Am Eingang des Museums
Der heilige Korbinian von Freising
Am Eingang zum Museum blickt ein rebenumwachsener
Bischof auf die Besucher. Es ist der hl. Korbinian von
Freising, der uns mitten in die Geschichte des Weinbaues in
Südtirol führt.
Raum I
Der Saltner
Eine wichtige Aufgabe im Arbeitsjahr hatte der Weinberghüter, "der Saltner", inne. Für die Zeit der Traubenreife Mitte August bis Mitte Oktober schritt er gegen räuberisches Getier und Traubendiebe im Weinberg ein.
Unter dem Einfluss des Fremdenverkehrs kleideten sich die Saltner im Burggrafenamt in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts besonders auffallend.
RAUM II
Religiöse Volkskunst
Der Wein reicht weit in den religiösen Kult hinein. Die religiöse Kunst greift die Rebe, die Traube und den Wein als beliebte Motive für Bilder und Ornamente auf. Besondere Bekanntheit erhielten die Bildtypen mit der Darstellung des "Christus in der Kelter".
RAUM III
Filmraum mit Kurzfilmen zur Geschichte und Entwicklung des Weinbaues und der Arbeiten im Weinbau.
RAUM IV
Der Weinkeller
Der gewölbte Kellerraum war einst der Zehentkeller des landesfürstlichen Gutshofes. Hier lieferten die abgabenpflichtigen Bauern den Zinswein ab. Heute sind im Kellerraum die Arbeitsgeräte im Weinbau, die großen Weinpressen und Gefäße aller Art ausgestellt.
Die "Torggl"
Die Kelter wird in Südtirol als "Torggl" bezeichnet. Die große Baumtorggl zeichnet sich durch den Torgglbaum aus. Jüngere Formen von Keltern sind die Spindel- und Doppelspindelkelter.
Gläser, Flaschen, Kürbisse
Als Behälter für Wein wurden neben den Holzgebinden, Ziegenhäute und Kürbisflaschen verwendet. Das zerbrechliche und nicht gerade billige Glas wurde zum Schutz mit Stroh, Leder oder Wurzelgeflecht eingefasst.
RAUM V
Die Gärfässer
In der so genannten "Ansetz" befinden sich die großen Gärfässer, auch "Stander" genannt, in denen der Wein einige Wochen lang zum Gären verblieb.
Destillate
Die Kenntnis des Destillierens brachten die Kreuzfahrer aus dem Orient mit. Zuerst wurden Destillate vor allem zu Heilzwecken verwendet. Außerhalb von Weingegenden wurde viel Branntwein getrunken (Kranebitter, Obstler etc.).

Der Kellergeist
Die geschnitzte Figur wird als Kellergeist bezeichnet, dem man im benebelten Zustand begegnete und der natürlich schuld war, wenn das geschätzte Naß allzu schnell zur Neige ging.
RAUM VI und VII
Der tiefe Keller
Der tiefe Keller ist der besondere Stolz eines Weinbauern. Lange Zeit galt es als Ehre in den tiefen Keller geladen zu werden.
Im Keller des Weinmuseums finden auf Vormerkung Verkostungen von Südtiroler Weinen statt.