Es ist ein seltener Glücksfall, wenn aus einem so kleinen Gebiet wie Südtirol aus einer bestimmte Zeit derartig viele Bilddokumente existieren, wie beim
"Atzwanger-Schmachtenberger Bildarchiv".

Das Atzwanger - Archiv umfaßt ca 18.500 Negative und die dazugehörigen Abzüge sowie ca. 5.000 Fotos. Es stammt vom akademischen Maler Prof. Hugo Atzwanger (1883-1960), der zugleich auch ein begnadeter Fotograf war und der auf vielen Wanderschaften durch Südtirol ungezählte Aufnahmen machen konnte. Es sind überwiegend Gebäude, Landschaften, aber auch Menschen und Gegenstände abgebildet.

Er hat für viele landeskundliche Publikationen z.B. auch für das Südtirol Buch von Joseph Georg Oberkofler schöne Fotografien abgeliefert. In der Kriegszeit hat er für die von Martin Rudolph-Greiffenberg geleitete Abteilung für Haus- und Siedlungsforschung gearbeitet.

Das Archiv wurde mit finanzieller Unterstützung der Sparkassenstiftung digitalisiert. Außerdem wurden die Bilder nach den Angaben des Hugo Atzwanger in ein Bildarchivierungssystem eingeordnet.

Die deutsche Fotografin Erika Groth-Schmachtenberger (1906 – 1992) war als Fotografin international tätig. Sie war in den 50er und 60er Jahren des 20. Jahrhunderts mehrmals in Südtirol unterwegs und hielt Land und Leute in Bildern fest. Der Südtirol - Teil Ihres umfangreichen Bildarchivs wurde dem Landesmuseum für Volkskunde Dietenheim vermacht und umfasst fast 6.000 Bilder.